polyneuropathie und pyoderma gangraenosum

Patienteninfo zu Infliximab

Patienteninfo zu Infliximab



















 

Behandlung mit Infliximab

Eine Information für Patienten








Liebe Patientin, lieber Patient,


Sie leiden an Morbus Crohn.


Mit welchen Medikamenten wird diese Erkrankung behandelt ?


Diese Erkrankung kann mit verschiedenen Gruppen von Medikamenten behandelt

werden: Mit Steroiden („Cortison“), „Cortison“-freien Entzündungshemmern,

langwirksamen Hemmern der Immunabwehr (z. B. Azathioprin, Methotrexat)

und Antibiotika (z.B. Metronidazol). Als Ersatzmedikatmente können

bei schweren Verläufen Antikörper gegen Entzündungsstoffe

eingesetzt werden.



Was sind „Cortison“-freie Entzündungshemmer?


Diese Medikamente wirken in der Regel schnell. Sie bessern die Entzündung

und können dazu beitragen, daß seltener akute Schübe auftreten.

Zu diesen Entzündungshermmern gehören z.B. Sulfasalazin wie Azulfidine®

oder Colopleon® sowie 5-Aminosalicylate wie Asacolitin®, Claversal®,

Pentasa®, Salofalk® oder Dipentum®.



Was sind langwirksame Hemmer der Immunabwehr ?


Diese Medikamente sollen Ihre Erkrankung langfristig verbessern .Sie

sollen das Fortschreiten Ihrer Erkrankung aufhalten. Diese Behandlung wirkt

nicht sofort, sondern erst nach mehreren Wochen. Dafür hält ihre

Wirkung wahrscheinlich auch länger an. Zu diesen Hemmern gehört

z.B. Azathioprin und Methotrexat.



Was sind Antikörper gegen Entzündungsstoffe ?


Dies sind neue Medikamente, die aus Hemmern (monoklonalen
Antikörpern)
gegen Entzündungsbotenstoffe bestehen. Zu dieser Medikamentengruppe
gehört das Infliximab (Remicade®). Infliximab ist erst seit August 1999
in Deutschland für schwere Verläufe des Morbus Crohns oder
fistulierende Verläufe zugelassen. Im Vergleich zu anderen
Medikamentengruppen
besteht im Rahmen von Studien erst seit wenigen Jahren Erfahrung mit
Infliximab.
Es ist daher ein Medikament der Reserve und sollte nur von Ärzten
eingesetzt werden, die in der Behandlung des Morbus Crohn erfahren sind.



Wie wird die Behandlung mit Infliximab durchgeführt?


Infliximab soll in der Regel einmalig als Infusion gegeben werden.

Die Behandlung kann evtl. nach mehreren Wochen oder Monaten wiederholt

werden (besonders bei Fisteln). Anhand Ihres Körpergewichtes errechnet

Ihr Arzt die Menge, die als Infusion gegeben wird. Sie müssen während

und zwei Stunden nach der Infusion unter ärztlicher Aufsicht überwacht

werden.



Wann tritt die Wirkung bei Infliximab ein ?


Die meisten Patienten erfahren innerhalb weniger Tage eine spürbare

Besserung, manchmal tritt eine Wirkung erst nach wenigen Wochen auf.



Wie lange wird die Behandlung mit Infliximab
fortgesetzt ?


Eine Infliximab-Behandlung kann entweder einmalig (Schubbehandlung) oder wiederholt
erfolgen. So werden meist bei Fisteln insgesamt drei Infustionen verabreicht.
Es kann auch, wenn erforderlich, als Dauertherapie alle 8 Wochen gegeben werden.
Bei Fisteln kann jedoch die Gabe zweimal wiederholt werden, wenn Ihr Arzt dies
für erforderlich hält.


Können Nebenwirkungen auftreten ?


Leider gibt es bis heute keine Behandlung ohne Nebenwirkungen. Daher

ist eine engmaschige Kontrolle insbesondere während der Infusion durch

Ihren behandelnden Haus- oder Facharzt notwendig. Es können jedoch

auch später noch Nebenwirkungen auftreten. Bitte berichten Sie Ihrem

Arzt direkt davon. Nur so kann er auftretende Nebenwirkungen früh

erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Die Nebenwirkungen

bilden sich in aller Regel vollständig zurück. Nicht jede Nebenwirkung

zwingt zum Abbruch der Therapie.



Welche Untersuchungen sind v o r Beginn der Infliximab - Therapie

notwendig ?




Verschiedene Blut- und Urinuntersuchungen sollen vor allem Infekte, spezielle
Autoimmunkrankheiten, Leberviruserkrankungen, Immundefekte, Störungen von
Blutbildung, Krankheiten der Gallenblase oder Harnwegen ausschließen.
Ebenfalls werden Sie vor Therapiebeginn körperlich untersucht, der Blutdruck
wird gemessen, die Lunge
geröngt (z.B. Zeichen einer Tuberkulose?)
und ein EKG wird geschrieben.
Bei einer Tuberkulose in der Vorgeschichte müssen ggf. weitere Untersuchungen
durchgeführt werden. Auch bei einer multiplen Sklerose sollte auf den Einsatz
von Infliximab verzichtet werden.


Welche Nebenwirkungen können Sie selbst bemerken ?


Während der Infusion kann es zu unspezifischen Beschwerden wie

Fieber, Schüttelfrost, Juckreiz, Nesselsucht, Brustschmerz und Luftnot.

Später können Virusinfekte, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen,

Durchfall, Hautausschlag, Blasenentzündungen, Ermüdung und Brustschmerzen

auftreten. Bei einer Wiederholungsbehandlung können Muskel- und Gelenkschmerzen

sowie Fieber und Hautausschläge beobachtet werden.



Sofort müssen Sie in ärztliche Behandlung, wenn eines der

folgenden Warnzeichen auftreten sollte:
































































Fieber, Lymphknotenschwellungen


schwere Bauchschmerzen


vermehrt Blutergüsse


wiederholt sehr hoher Blutdruck

(>180/100)


Husten

oder Luftnot 


Depression, Verwirrtheit, Unruhe


neu aufgetretene und starke

Gelenkbeschwerden


neu aufgetretener Bauchschmerz
Nachtschweiß,

Gewichtsabnahme







Welche Nebenwirkungen kann der Arzt feststellen ?


Der Arzt achtet auch auf hohen Blutdruck, Hautveränderungen und

Blutungszeichen. Die Blut- und Urin-untersuchungen geben vor allem Aufschluß

über Infekte. Bei Auftreten anderer Nebenwirkungen, wie z.B. Lymphknotenschwellungen

oder Husten, können auch weitere Untersuchungen notwendig sein. Einige

dieser genannten Nebenwirkungen können vorübergehend sein, andere

müssen ggf. behandelt werden.


Sofern die Untersuchungen durch Ihren Hausarzt das Auftreten der Autoimmunkrankheit

mit Ähnlichkeit zum Lupus zeigen, darf Infliximab bei Ihnen nicht

erneut eingesetzt werden.



Wann müssen Sie Ihren Haus- oder Facharzt aufsuchen ?




Nach der Infusion: 1, 2, 4 Wochen und dann

alle 4 Wochen über 6 Monate






Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie oben genannte Symptome oder

andere Veränderungen während oder  nach der Therapie bemerken.

Insgesamt kann Infliximab bis zu 6 Monaten im Körper nachgewiesen

werden. Falls Sie daher oben genannte oder sonstige Beschwerden bemerken,

wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.



Was sollten Sie während dieser Behandlung noch beachten?


Nehmen Sie bitte 2 Wochen vor und mindestens 8 Wochen nach der Behandlung

keine Rohmilchprodukte zu sich.


Informieren Sie bitte Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie

einnehmen oder von anderen Ärzten verordnet bekommen. Ein Kinderwunsch,

bzw. eine Schwangerschaft muß dem Arzt sofort mitgeteilt werden,

er wird dann über die Weiterbehandlung entscheiden. Obwohl bisher

keine schädliche Wirkung auf Embryos beschrieben wurden, wird während

und 6 Monate nach einer Behandlung von einer Schwangerschaft abgeraten
.

Bisher ist nicht bekannt, ob Infliximab in die Muttermilch übergeht.


Geplante Impfungen sollten Sie ebenfalls mit Ihrem Arzt besprechen.





Bei Fragen rufen Sie uns bitte an: ...................................................










Verfasser:PD
Dr. J. C. Hoffmann, Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum Benjamin Franklin,
Berlin
.




Letzte Änderung: 13.12.2004






27.9.05 19:46

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Of active rheumatoid arthritis (RA) in patients with different comorbidity, use of the approved dose of 3mg/kg infliximab and methotrexate therapy, the risk of serious infection is not higher than methotrexate monotherapy. However, the Rene Westhovens UZ Gasthuisberg, Belgium and colleagues pointed out that the unapproved use of infliximab dose 10 mg / kg combined with methotrexate, and serious infections, including an increased risk of tuberculosis.


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